Herkunft und Entwicklung
|
Debatten über Kühe im Wallis sind zweifellos heftig und
emotionsgeladen. Es wundert darum nicht, dass die zahlreichen
Informationen über den Ursprung der Rasse sich oft
widersprechen. Trotzdem lässt sich aus der Gesamtheit der
Quellen erahnen, wie sich die Rasse der Evolèner entwickelt
haben könnte. Heutige VerbreitungAnfang der Neunziger Jahre - kurz vor dem drohenden Aussterben - hat sich die Population wiederum etwas mehr verbreitet. Insbesondere im Oberwallis erwarben neue Halter Evolèner Rinder für die Reinzucht. Aber auch jenseits des Lötschbergs weckten diese schönen Tiere immer mehr Interesse.EigenschaftenDie heutigen Evolèner sind genügsame und vitale Tiere. Die Färbung ist meist rot, seltener schwarz mit weissen Flecken am Bauch, am Schwanz und oft auch über dem Rücken und auf der Stirn. Es ist eine Zweinutzungsrasse und weist im Verhältnis zur Körpergrösse ein gute Milchleistung auf. Dank den feinen Gliedern mit dünnen, aber starken Knochen haben Kuh, Stier uns Kalb eine sehr gute Schlachtausbeute.Das Rind ist sehr berggängig, temperamentvoll und kampflustig. Die schöne Farbe, die zierliche Form sowie die Zutraulichkeit der Tiere bringen den Züchtern viel Freude. Evolèner Viehzuchtgenossenschaft EVZAm 5. Februar 1995 schlossen sich die Züchter aus dem Oberwallis mit Unterstützung der Stiftung Pro Spezie Rara zusammen. Sie gründeten die Evolèner-Viehzuchtgenossenschaft und das Evolèner Herdenbuch. 1997 wurde die Genossenschaft im Züchterverband für gefährdete Nutztierrassen Pro Specie Rara aufgenommen.Evolèner-Zuchtverein EZVAm 25. April 2001 wurde der EZV in St. Gallen gegründet, welcher sich den gleichen Ziele wie die EVZ verschrieben hat. Der EZV betreut hauptsächlich die Rasseliebhaber der Evolèner Rinder auf der anderen Seite des Lötschberges, in der sogenannten "Usserschwyz". Selbstverständlich ist auch der EZV der Pro Specie Rara unterstellt. |
